Auf dem Haslhof gehört die Begleitung alter Pferde zum Alltag.
Dieser Artikel zeigt, wie professionelle Sterbebegleitung und Trauerbegleitung für Tiere Sicherheit, Klarheit und Würde im Abschied ermöglichen.

Es gibt einen Moment im Leben mit einem Tier, den niemand wirklich vorbereiten möchte. Und doch wissen wir, dass er kommen wird.

Wer ein Pferd über viele Jahre begleitet, kennt die feinen Veränderungen. Die Tage werden ruhiger. Die Pausen länger. Der Blick weicher. Nichts Dramatisches – eher ein allmähliches Zurücknehmen. Auf dem Haslhof leben alte Wallache. Hier geht es nicht mehr um Ziele oder Leistung. Es geht um Lebensqualität. Um Rhythmus. Um Fürsorge. Und irgendwann auch um das bewusste Begleiten des letzten Abschnitts.

Was in dieser Zeit oft am stärksten spürbar wird, ist nicht nur die körperliche Veränderung des Tieres. Es ist die innere Bewegung im Menschen. Die Verantwortung. Die Angst, etwas zu verpassen. Die Frage, ob man stark genug ist für das, was vielleicht bevorsteht.

Viele Frauen tragen diese Unsicherheit still mit sich. Sie funktionieren weiter im Alltag, versorgen, organisieren und gleichzeitig läuft innerlich ein leiser Dialog: Was ist noch gutes Altern? Wann beginnt Leiden? Werde ich es rechtzeitig erkennen?

Sterben ist kein technischer Vorgang. Es ist Beziehung in ihrer intensivsten Form. Und genau deshalb braucht es mehr als medizinische Informationen. Es braucht Orientierung. Einordnen. Ein Gegenüber, das ruhig bleibt.

Mein Kurs „Abschied in Würde“ für die Tierheilpraxisschule Prester ist aus dieser Erfahrung gewachsen. Aus dem Erleben, dass Wissen entlastet, wenn es eingebettet ist in Haltung. Dass Klarheit Angst reduziert. Und dass es möglich ist, sich diesem Thema zuzuwenden, ohne in Schwere zu versinken.

Im Basiskurs geht es darum zu verstehen, was im Körper eines Tieres am Lebensende geschieht – und gleichzeitig darum, was im Menschen geschieht. Schuldgefühle, Ambivalenz, Überforderung. Gefühle, die normal sind, auch wenn kaum jemand darüber spricht.

Für Begleiterinnen im beruflichen Kontext kommt eine weitere Ebene hinzu: Professionalität. Grenzen. Kommunikation. Die eigene Stabilität. Wer andere durch Abschied führt, muss selbst innerlich stehen können. Meine Arbeit schafft dafür einen Rahmen. Ruhig. Fachlich fundiert. Ohne Dramatisierung. Ohne falsche Versprechen. Aber mit der klaren Botschaft: Du musst diesen Weg nicht allein sortieren.

Wir können den Tod nicht aufhalten.
Aber wir können das Leben bis zuletzt in bunten Farben malen.

Das bedeutet nicht, etwas schönzureden. Es bedeutet, präsent zu bleiben. Entscheidungen bewusst zu treffen. Würde nicht erst im letzten Moment entstehen zu lassen, sondern sie als Haltung zu leben. Wenn dich dieses Thema berührt, findest du hier einen Raum, in dem du dich orientieren, stärken und innerlich vorbereiten kannst.

Nicht, um Kontrolle zu gewinnen.
Sondern um Vertrauen zu entwickeln.

In dich.
Und in den Prozess.